Das Naturstein A-B-C, ein kleines Helferlein | Wer, wie, was?

KLEINES NATURSTEIN A-B-C

Gesteinsarten

Granit:

Granite gehören zu den häufigsten Gesteinen innerhalb der kontinentalen Erdkruste. Im Allgemeinen ist Granit mittel- bis grobkörnig. Er besitzt eine homogene Mineralverteilung mit oft richtungsloser Textur und die daraus resultierende relativ gleichmäßige Optik. Das Farbspektrum reicht bei Graniten von hellem Grau bis bläulich, rot und gelblich. Granite werden wegen ihrer hohen Widerstandskraft, Härte und Wetterfestigkeit und wegen ihrer guten Schleif- und Polierbarkeit sehr gerne als Baumaterial verwendet.

Sandstein:
Sandstein ist ein auf der Erdoberfläche sehr weit verbreitetes Gestein und kommt praktisch auf allen Kontinenten vor. Er ist ein gern gewähltes Baumaterial und wird oft zum Pflastern, für Skulpturen und vor allem für Fassaden verwendet. Die Farbe von Sandstein kann, genauso wie die von Sand, variieren. Übliche Farben sind grau, gelb, braun, rot und weiß. Das zu den Sedimentgesteinen zählende Naturprodukt erschafft ein angenehmes Raumklima und lädt mit seinen warmen Erdtönen zum Verweilen ein.

Travertin:
Travertin ist ein offenporiger Kalkstein, der aus Süßwasserquellen als Quellkalk chemisch ausfällt. Historisch kommt das Material aus Tivoli bei Rom, woher es auch seinen Namen trägt: „Stein aus Tivoli“. Alle unsere Travertine sind frostbeständig und hart. Durch die getrommelte Optik unterstreichen wir den mediterranen Charakter dieses Materials. Warme und erdnahe Farben prägen dieses Material. Ein schönes Farbspiel erweckt den Travertin zum Leben und zaubert eine heimelige und beruhigende Atmosphäre in Ihrem Garten. Das umfangreiche Sortiment ermöglicht es, einen kompletten Garten mit einem Material auszurüsten. Wir legen sehr viel Wert auf hohe Gesteinsqualität bei der Wahl der einzelnen Sorten. Nur so bleibt Ihr Garten dauerhaft schön und pflegeleicht.

Quarzit:
Quarzit ist ein hartes metamorphes Gestein, das aus der Umwandlung quarzreicher Gesteine, wie z.B. Sandstein hervorgeht. Durch eine Kombination von Druck, Temperatur und mechanischer Belastung wird die Aufschmelzung & Neukristallisation des ursprünglichen Gesteins bewirkt. Der hohe Quarzanteil dieses Gesteins macht den Quarzit sehr hart und strapazierfähig. Quarzit erfreut sich aufgrund seiner rustikalen Optik und der Unempfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen als Baumaterial immer größerer Beliebtheit. Viele neue und restaurierte Gebäude in Europa, Japan und USA präsentieren Quarzite mit ihrer einzigartigen Optik, die ein Gefühl von Wärme und Individualität vermittelt.

Gneis:
Die metamorphe Gesteinsart zeichnet sich durch eine gut sichtbare Paralleltextur aus. In der Entwicklung durchlief das Gestein mehrere Etappen einer Umwandlung und gehörigen somit zu den ältesten Formationen. Gneisgestein lässt sich überall auf der Welt finden und hat tolle Gebrauchseigenschaften. Er ist frostbeständig und kann hervorragend im Außenbereich verwendet werden.

Kalkstein & Marmor:
Kalksteine sind Ablagerungsgesteine also Sedimentgesteine Zumeist ist die Entstehung biogener Art, also von kalkhaltigen Lebewesen abgelagert (Mensch etc.) Die unterschiedlichen Sedimente machen Farbe und Struktur des Gesteins aus. Marmor ist die kristalline Form des Kalksteins. Von cremebeige mit seinem mediterranen Ambiente bis hin zu blaugrauen, klassischen und kühlen Farben ist alles möglich. Feiner Muschelschill und zarte Strukturen geben diesem Gestein seine warme Ausstrahlung. Unser umfangreiches Sortiment ermöglicht alle Einsatzmöglichkeiten.

Basalt:
Basalt ist ein grauschwarzes bis schwarzes magnetisches Ergussgestein. Meist taucht es in Säuleneckform auf. Basalt ist ähnlich vielseitig einsetzbar wie Granit. Seine dunkle bis schwarze Farbgebung und seine homogene Textur verleihen ihm aber ein exklusives Aussehen. Die Basaltplatten überzeugen durch ihre hohe Härte und Beständigkeit gegen Frost und Schmutz. Auch durch die tägliche Beanspruchungen im Haushalt wird das Gestein nicht verkratzt oder beschädigt. Basalt lässt sich sehr gut verarbeiten und hat keine Beschränkungen in Form und Oberflächenbearbeitung.

Bearbeitungsarten

Gesägt:
Die vom Steinbruch abgebauten Blöcke werden mit unterschiedlichen Sägen, zum Beispiel Bandsäge oder Brückensäge, in die entsprechenden Größen zugeschnitten.

Gespalten:
Mit Spaltwerkzeugen werden bestehende Gesteinsbrocken in die entsprechenden Größen aufgespalten. Hierzu wird mit mechanischer Kraft ein Werkzeug ins Gestein getrieben. Der Stein spaltet sich auf und es bleibt eine spaltraue Oberfläche vorhanden.

Gespitzt:
Spitzen ist eine der ältesten Methoden der Steinbearbeitung und erfolgt mit Spitzeisen oder einem Meisel. Diese Werkzeuge werden mit einem Fäustel geschlagen. Dabei entstehen sichtbare Vertiefungen. Je nach Tiefe der Schläge unterscheidet man zwischen grobem und feinem Spitzen. Der Steinmetz kann verschiedene Spitzeisen verwenden, so dass die einzelnen Spitzhiebe unterschiedlich dicht angeordnet werden können.

Gestockt:
Nach dem Sägen der Platten werden mit einem sogenannten Stockhammer kleine Vertiefungen in die Oberfläche geschlagen. Dadurch entsteht ein dekorativer Effekt und eine raue Oberfläche. Dies kann manuell oder maschinell durchgeführt werden.

Geflammt:
Nach dem Sägen der Platten, wird die Oberfläche einer sehr konzentrierten Flamme ausgesetzt. Dieser Prozess kann manuell oder maschinell ausgeführt werden. Durch die enorm hohe Hitze springen kleine Teilchen aus der Oberfläche, wodurch eine homogene, raue Oberfläche entsteht.

Geflammt und gebürstet (satiniert):
Eine vorbearbeitete Oberfläche kann man bürsten, um die Oberfläche zu glätten, wobei die Struktur erhalten bleibt. Nach dem Flammprozess wird somit die Oberfläche wieder etwas weicher geformt.

Getrommelt:
Unter der getrommelten Bearbeitungsart versteht man künstlich abgerundete ovale oder sogar absolut runde Natursteine. Bei dieser Oberflächenbearbeitung werden Gesteinsbrocken in eine Stahltrommel oder Kugelmühle gegeben und so lange umgewälzt, bis sie die gewünschte abgerundete Form erlangt haben. In der Natur sorgt dafür das Meer oder die Wasserströmung, während das technische Verfahren eine gezielte Veränderung ermöglicht.

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